meine Rollen: Co-Konzeption Dialogische Kunst, Gastgeber_in; handwerkliche Umsetzung des Seils & Installation im Weltmuseum

JUMP!STAR –

DOUBLE INFINITY SEILKRÄNZCHEN

Als Teil des multidisziplinären Kunstprojekts Jump!Star Simmering der New Yorker Künstlerin George Ferrandi fand an 21 Tagen das Double Infinity Seilkränzchen statt. Während der ungewissen Zeit des ersten Covid-19 Lockdowns luden Teresa Distelberger und ich vom 13. April bis 3. Mai 2020 dazu ein, mit uns gemeinsam einzelne Stränge für ein 99 Meter langes Seil zu flechten. (An Dienstagen und Donnerstagen übernahm George Ferrandi selbst die Rolle der Gastgeberin.) Eine Gruppe von wechselnden internationalen Teilnehmer_innen traf sich täglich von 17:00-18:00 Uhr CET zum gemeinsamen manuellen Arbeiten per Videokonferenz. Durch präzise in den Ablauf eingeflochtene Dialog-Impulse entstand ein vertrauensvoller Raum, in dem inspirierende, tröstende, sehr persönliche und die Gemeinschaft stärkende Gespräche unter zuvor völlig fremden Menschen möglich wurden.

Künstlerisches Gesamtkonzept: George Ferrandi (USA)
www.jumpstar.love

Jump!Star Simmering (Teaser)
Video: Teresa Distelberger
Zeichnungen: George Ferrandi

Dokumentation (ca 25min, Seilkränzchen ab min 5:37)
Video: Brunnenpassage, Teresa Distelberger
Zeichnungen: George Ferrandi

Einladungstext zum DOUBLE INFINITY SEILKRÄNZCHEN:

Hast du Lust auf gemeinsames (und handwerklich einfaches) kreatives Gestalten – kombiniert mit gesellig/gespürigen Gesprächen, inneren Übungen und Perspektiven-verändernden Spaziergängen?

Gemeinsam erzeugen wir ein langes starkes Seil aus Textilstreifen, das unsere gesammelten Erfahrungen, unsere Präsenz im Hier und Jetzt, sowie unsere Träume & Visionen verbindet. Eure Seile und damit alles, was für euch beim Flechten lebendig war, verknüpfen wir dann zu einem Symbol für kollektive Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ein Symbol für Diversität und starke Verbundenheit, an dem wir uns in Zeiten wie diesen festhalten können.

In unserem virtuellen Atelier leiten wir euch an, ausrangierte Kleidungsstücke, Stoffreste oder Heimtextilien (Vorhänge, Bettwäsche, etc..) in Streifen zu schneiden und diese zu einem Strang zu verflechten. Während dieser einfachen manuellen Arbeit unterhalten wir uns über das, was uns bewegt und was uns gerade Kraft gibt. Wir arbeiten die inneren Ebenen in die materielle Ebene ein – das bedeutet auch, jeder Nachmittag wird ein wenig anders verlaufen: Andere Menschen, andere Themen, kurze Inputs und Übungen von uns, etc… Und: Damit die Gemütlichkeit nicht zu kurz kommt, kann natürlich bei uns jederzeit Kaffee geschlürft und ein Stück Kuchen verzehrt werden. Du kannst so oft mitmachen wie du Lust hast – wir haben drei Wochen lang geöffnet!

FINALE – 99 Meter doppelte Unendlichkeit
Am Ende der 21 Tage bitten wir euch, uns die entstandenen Seil-Teile per Post zu schicken – und sobald das physische Zusammenkommen wieder möglich sein wird, laden wir ein, alle eure Teile in einem gemeinschaftlichen Prozess zu einem starken Seil zu verknüpfen. Schaffen wir 99 Meter? Wir zählen auf euch!
Beim abschließenden Fest mit allen Beteiligten und dem gesamten JUMP!STAR-Team verwenden wir dann dieses Seil, um das JUMP!STAR Symbol – die doppelte Unendlichkeitsschleife – am Boden zu formen, und mit einem Ritual in die so entstandenen 3 symbolisch markierten Räume der gemeinsamen Vergangenheit/Gegenwart/Zukunft einzutreten.

Ausstellungsansichten der Projektdokumenation
Weltmuseum Wien, Dezember 2020